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Donnerstag, 28. August 2014

Neue Arbeit? Neue Kultur?


Frithjof Bergmann rüttelt seit Jahren an unserer Selbstzufriedenheit. “Ihr sitzt auf der Insel der Seligen!” ruft er uns zu. Die Dinge wandeln sich – auch bei uns, auch für uns. Es ist mehr als naiv davon auszugehen, dass es so immer weiter geht: nur mehr und besser eben. Die Dinge wandeln sich nicht nur, sie verlangen auch ihren Preis...[mehr]

Dienstag, 8. Februar 2011

PINK Production -28.02.2011


Free website - curious minds

Stuttgart ist eine klassische Produktionsstadt – technisch, automobil und selbstverständlich. Daimler, Bosch, Mahle, Porsche sind nur ein paar der vielen Firmen rund um Stuttgart, die als prototypische Produktionsunternehmen gelten können. Produktion, als ein Prozess verstanden, bei dem verschiedene Eingangsmaterialien in ein Ausgangsprodukt transformiert werden, prägte den wirtschaftlichen Aufschwung der Region rund um Stuttgart – und droht jetzt sein Verhängnis zu werden. Wir ahnen es, können es aber noch nicht fassen. Die Konsequenzen sind unvorstellbar (man denke an die Situation der Phonoindustrie vor ein paar Jahren). Längst haben sich die größten Wachstumsmärkte nach Fernost verschoben und komplexe Entwicklungs- und Designprozesse ins Internet. (...mehr)
Und was bedeutet das für die Menschen, die hier leben? Seit 2008 setzt sich der Stuttgart Salon diese Frage zum Thema, überzeugt, dass kluge Gespräche Menschen motivieren, Ideen und Engagement zu verbinden. Der Stuttgart Salon ist eine Initiative, ein Engagement und ein Format von curious minds und zeigt, wie Lernen stattfinden kann.

Freitag, 19. November 2010

Stuttgarts Zukunft entscheidet sich nicht am Bahnhof

Heiner Geißler leistet großartige Arbeit, wie heute wieder zu erleben war.  Er hat mit seinem S21-Schlichtungsprozess die Diskussion um zeitgemässe Bürgerbeteiligung auf die Agenda gesetzt. Stuttgart 21 zeigt die Notwendigkeit auf, in unserer zunehmend komplizierten Welt neu über dieses Themen nachzudenken. Es ist essentiell, dass die Menschen über die Zukunft ihrer Stadt im Gespräch sind, sich streiten und in Dialogen nach Lösungen suchen. Stuttgart lernt diese neue Aufmerksamkeit und Anteilnahme gerade.
In der Sache Bahnknoten/Stuttgart 21 liegt aber eine nicht zu übersehende argumentative Hysterie. Stuttgart 21 wird deutlich überschätzt in seiner Bedeutung für die Zukunftsfähigkeit der Stadt. Ob der Tiefbahnhof und die Schnellbahnanbindung kommen oder nicht, entscheidet nicht die Zukunftsfähigkeit Stuttgarts. - Stuttgart im 21. Jahrhundert wird nicht an S21 scheitern, auch wenn manche die Dinge "5 vor 12" interpretieren.

Hier gilt es, sich den Realitäten zu stellen und weniger zu träumen. Die Bahn ist eine der zentralen Innovationen des 19. Jahrhunderts. Die Hochgeschwindigkeitsstrecken und freitragende Konstruktionen eine Erfindung des 20. Jahrhunderts . Die Kombination daraus zur entscheidenden Verkehrsinfrastruktur für das 21. Jahrhundert in der Region Stuttgart zu erklären, ist aber doch sehr gewagt.
Die Schlüsselinfrastruktur für die erste Hälfte des 21. Jahrhundert scheint doch eher im Bereich der Breitbandnetze und digitalen Leitungskapazitäten zu liegen, der leistungsfähigen Internetknoten und Hochleitungsrechnernetze. Entscheidender für Stuttgarts wirtschaftliche und kulturelle Zukunft als die Bahnhofsfrage sind  flächendeckende, niedrigschwellige Zugänge zu leistungsfähigen Breitbandnetzen. Die nächsten Internetgenerationen werden nur für jene realen Nutzen stiften, die hier Zugang haben.
In diesem Bereich schläft die Region, schläft die Stadt. VDSL ist nicht die Ausbaustufe, sondern der notwendige Einstieg. Das reale "Stuttgart 21" scheitert oder gewinnt anders, als die "5 vor 12 für Stuttgarts Zukunfts"-Vertreter vermuten.

Montag, 20. September 2010

stuttgart salon: Stadt neu denken Raum für neue Kultur | Wirtschaft | Arbeit

Er hat uns verändert, der Umbruch der letzten zwei Jahre - mehr als die Meisten wahrhaben
wollen; tiefgreifender als Vielen lieb ist. Aber was ist so anders geworden? Wird es wieder
so werden wie es war? Wie und warum nehmen wir die Welt nun anders wahr? Und was
bedeutet das für uns und das Leben in der Stadt? Wie wollen wir leben? Wie wollen wir
arbeiten? Anders als die vergangenen Jahre auf jeden Fall. Die alten Helden sind gestürzt
und die neuen Bilder gilt es noch zu entdecken. Es scheint als lernten gerade Viele, ihre
Prioritäten neu zu setzen. Eine wachsende Anzahl von Menschen begreift diesen Wandel
auch nicht als Verlust, sondern als Chance, als Gewinn. Sie haben immer weniger Lust
auf ein Wachstum, das nicht den Wohlstand, sondern den Stress steigert. Das statt ein
Mehr an Lebensqualität und Freude am Tun, höhere Kosten durch Krankheit und Ausfall
produziert. Sie sehen immer weniger Sinn in der Fixierung auf %-Werte, die gigantische
Fehlinvestitionen fördern. Als “Great Reset” bezeichnet Richard Florida die aktuellen
Veränderungen in den etablierten Industrieländern. Wohlstand ohne Wachstum ist machbar.
Meinhard Miegel und sein DenkWerk Zukunft belegen dies und machen zugleich klar: Wer
weiter machen will wie bisher, der täuscht sich.



Die Fragen dieses Salons:
Wie kann Arbeit in der Stadt unter den sich ändernden Rahmenbedingungen neu gedacht
werden? Was bedeutet neue Arbeit, neue Wirtschaft, neue Kultur? Wie können wir Räume
schaffen, in denen flexibel gearbeitet und gelebt werden kann? Wie entwickelt und erhält
man eine Kultur von Offenheit und Zusammenarbeit? Was bedeutet das für die Stadt und die
Menschen, die da leben?

Der “Metropolenspezialist” Richard Florida inspirierte Katrin Steglich vor 2 Jahren zum stuttgart|salon-Format. Er identifizierte mit Vielfalt, Chancen, Sicherheit, Ästhetik, Offenheit wesentliche Aspekte für die Zukunftsfähigkeit. Diese Aspekte leiten die Gespräche im stuttgart|salon.

Dieser Salon ist eine gemeinsame Veranstaltung des stuttgart|salon, dem ebenfalls
in Stuttgart ansässigen Salon de travail und NewWorKNewCulture, Ann Arbor (USA),
initiiert von Katrin Steglich und Dr. Walter Häcker, moderiert von Thomas Staehelin.

Prof. Frithjof Bergmann, Chairman NewWorkNewCulture wird dabei sein. Er weiß: „Die
meisten Menschen empfinden ihre (heutige Lohn)Arbeit als eine milde Form von Krankheit.“
und ruft auf: „Arbeite, was Du wirklich, wirklich willst.“

Freitag, 23. Juli 2010

Neue Formate für neue Beteiligung

Aktuell tun wir uns noch schwer und leben noch sehr in alten Gewohnheiten. Die Globalisierung, das Internet und die neuen Erfahrungen, die wir täglich machen, haben unsere Welt, haben uns inzwischen stärker verändert als wir es selbst von uns glauben. Ganz subtil haben sich unsere Erwartungen bezüglich Beteiligung und Mitsprache, Mitgestaltung und Feedback gewandelt. Unternehmen erleben anspruchsvolle Kunden mit neuer Qualität - und sind oft nicht darauf vorbereitet. Noch dramatischer wirken sich diese Veränderungen im politischen Bereich aus. Hier sind Pferdekutschen auf der Datenautobahn unterwegs. Wir brauchen neue Formate. Städte und Kommunen sollten Labore für zukunftsfähige Bürgerdialoge und Muster intelligenter Kooperation und Zusammenarbeit werden. es macht Sinn das Thema pro-aktiv anzugehen, weil das Neue wartet nicht bis wir es bemerken. Es kommt auch so!
Der stuttgart|salon am 19.08.2010 in den Wagenhallen untersucht diese Aspekte mit dem Fokus "raumfreiheiten2" mit einem salonX. am 21.10.2010 und versucht hier zu antworten - vorläufig, immer im Sinne der BETA-Kultur. (Die "große Version" des stuttgart|salon zu den "raumfreiheiten" verschiebt sich auf Frühjahr 2011, da Leonie Weber, die nächsten Monate in Aarhus/DK arbeitet.)

Weitere Impulse zum Thema gibt Clay Shirky mit seiner Cognitive Surpuls-These und der Frage nach der Bürgerbeteiligung und Richard Florida macht darauf aufmerksam, dass der Wandel nicht nur "gefühlt" ist und es nicht klug ist, die neuen Erwartungen und das veränderte Verhalten als Mode abzutun.

Montag, 19. Juli 2010

raumfreiheiten_k1

raumfreiheiten - zur Kultur der Wagenhallen und Waggons am Nordbahnhof ist eine Ausstellung von Leonie Weber, die sich der Frage stellt, wie eine Stadt ihre Zukunfts- und Innovationsfähigkeit erhält. Mit der Vernissage am 14.07.2010 startete die Exploration. Fortgesetzt wird sie mit dem nächsten stuttgart|salon am 12.08.2010.


Hier die PDF zu meinem Vortrag bei den raumfreiheiten:

Donnerstag, 17. Dezember 2009

Peter Grohmann, Kabarettist + AnStifter, Stuttgart

Peter Grohmann ist AnStifter und unser aktuellster Interviewpartner in der Wer ist Stuttgart?-Reihe. Der Stuttgarter Kabarettist, Schriftsteller und Aktivist für die freie Rede und die Lust am Zuhören beantwortet, erzählt und entwickelt unsere vier Fragen zu Wer ist Stuttgart?, dass es eine Freude ist.



Stuttgart aus persönlicher Perspektive. Who's your city? fragt Richard Florida, weil es entscheidend ist, wo man lebt. 4 Fragen als Impuls. Ein Interview, ein Kommentar oder ein Mini-Feature -auf Video. Die Stuttgart Interviews sind eine Initiative aus dem stuttgart|salon von Katrin Steglich von curious minds.

Freitag, 27. März 2009

Zukunftsfähig: Kinder in der Stadt - stuttgart|salon am 27.März 09



Thema des stuttgart|salons - Chancen: Kinder bewegen eine Stadt, machen sie lebendig und kreativ, wenn sie sich bewegen können. „Kinderstädte“ zeigen Lebens- und Spielräume, die inspirieren, sie fördern soziale Kontakte, Vertrauen und Kooperation, lassen Raum für Phantasie, Staunen und Experimente, sind überdurchschnittlich innovativ, grün, erfolgreich und zukunftsfähig. Stuttgart hat das Potential dazu. Das zeigte der 1. stuttgart|salon – doch viele Schätze sind im Verborgenen, die es zu entdecken, zu vernetzen und zu entwickeln gilt.
Kinder in die Stadt heißt: „Mach Eltern-sein leicht!“ – vielfältige Kinderbetreuungsformen, Förderung kinderfreundlicher Unternehmen und flexibler Arbeitsformen. Die flexible Stadt ist die konstruktive und kreative Antithese zum flexiblen, heimatlosen Menschen. Es gilt, die Stadt als Spielplätze und Lebensräume zu gestalten, die Kinder mögen und Erwachsene lieben.
Was tut sich dazu in Stuttgart? Welche Ideen und Lösungen leben hier? Wie können Tempo und Kreativität gefördert werden? Wie zukunftsfähig wollen wir Stuttgart? Und was bedeutet das für die Menschen die hier leben? Richard Florida meint, dass die Entscheidung über den Ort an dem wir leben gerade in der globalisierten Welt immer entscheidender wird.

Sonntag, 14. Dezember 2008

stuttgart|salon - 1 Jahr, 1 Monat, 1 Tag - Stadtgespräche


Wer ist Stuttgart? Und was bedeutet das für die Menschen, die hier leben? In Anlehnung an den Literarischen Salon vergangener Tage lebt der Stuttgart Salon von freiem Gedankenaustausch und der Diskussion in kleiner Runde. Er ist ein exploratives Format auf der Suche nach Fragen und Themen, die verknüpft neue Ansätze der Zusammenarbeit und konkrete Lösungen bieten.



Nächster stuttgart|salon: Zukunftsfähig: Viele Kinder in der Stadt - 27. Februar 2009

Kinder bewegen eine Stadt, machen sie lebendig und kreativ, wenn sie sich bewegen können. „Kinderstädte“ zeigen Lebens- und Spielräume, die inspirieren, sie fördern soziale Kontakte, Vertrauen und Kooperation, lassen Raum für Phantasie, Staunen und Experimente, sind überdurchschnittlich innovativ, grün, erfolgreich und zukunftsfähig. Stuttgart hat das Potential dazu.



Die Curious Minds® Stadtgespräche sind neue Formate der Stadtentwicklung mit veränderten Dramaturgien gekoppelt mit konsequentem Einsatz elektronischer Kommunikation und technischen Möglichkeiten. Stadtentwicklung, die kreativ, wertschätzend und grenzüberwindend die Ideen und Lösungen verbindet, Chancen betont und dabei unterscheidlichste Menschen ins Gespräch bringt. Das Konzept basiert auf den Forschungen des Teams um Richard Florida (Who's your City?, 2008) und der Aktionsforschung und den FormatExperimenten zu konstruktiven und wertschätzenden Kommunikationen und Lernprozessen in diversen Gruppen durch das Curious Minds-Team um Katrin Steglich und Thomas Staehelin (Berlin, Pretoria, Johannesburg 2006-2008).

curious minds®

Montag, 3. November 2008

stuttgart | salon - Zukunftsgespräche in der Gegenwart

stuttgart | salon: Zukunftsgespräche in der Gegenwart. Die Welt besser zu machen, ist nicht eine einmalige Entscheidung, sondern eine tägliche Übung mit viel Irrtum und Neuanfang. Sie ist Chance und Raum für neue Existenz, positive Geschäfte, leidenschaftliche Berufe, kollaborative Experimente, die Innovation realisieren und Zukunftsfähigkeit schaffen. Gespräche machen den Anfang. Who's your city? Wer ist Stuttgart? Und was bedeutet das für die Menschen, die da leben? 1 Jahr, 1 Monat, 1 Tag Zeit viele Zukunftsgespräche in der Gegenwart zu beginnen. stuttgart-salon.blogspot.com hält den roten Faden.