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Mittwoch, 14. Mai 2014

Oder die kleinen Dinge des Alltags

Fremd für 20 Tage – oder die kleinen Dinge des Alltags
Das MIT Media Lab Playful Systems hat mit dem Dalai Lama Center for Ethics and Transformative Values eine iphone-App entwickelt und damit eine unkonventionelle Möglichkeit geschaffen, Offenheit zu üben: 20daystranger.com.
Vanessa und ich haben gestern die Agenda für die “Intercultural Leadership & Business Ethics” Lecture am 20./21. Juni am MCI der Internationalen Hochschule in Innsbruck besprochen. Das ist eine Veranstaltung im Rahmen des International Business Master Programmes. Nun laden wir die Studierenden ein, sich auf eine 20 Day Stranger-Erfahrung einzulassen (mehr...).

Donnerstag, 20. März 2014

Ein netter Frühlingsgruss

Zum Frührlingsbeginn grüsst der Google Doodle auf eine nette und fröhliche Art. Eine kleine Einladungs sich für einen Moment kindlich zu freuen - egal wo man ist oder steckt. Die Psychologin Barbara Fredrickson begründete die Broaden-and-Build-Theorie und weist uns damit einen feinen und praktischen Weg:

 "Sammeln Sie die kleinen, guten Gefühle, die sich Ihnen durch den Tag anbieten. Und halten Sie sie für kurze Zeit - und spüren nach!".


Es verändert nachweislich Ihre Körperchemie in den günstigen Bereich. Je mehr und je öfter Sie die kleinen, netten Dinge zelebrieren, desto robuster und resilienter werden Sie - gegenüber den unvermeidlichen, unbestellten, aber immer freihaus gelieferten Tiefschlägen. Die häufig auftretende Nebenwirkung: Sie werden zunehmend fröhlicher. Manche auch gelassener. Ab und zu.

Samstag, 12. Februar 2011

NEW WORK SHOWCASE

NANK FORMAT from thomas schneider on Vimeo.

Neue Arbeit Neue Kultur bei der Ars Electronica 2010.
Innovative Technologie gepaart mit einer neuen Arbeitsorganisation kann bewirken, dass wir bei der Arbeit unser ganzes Potential entfalten. Auf diesem Fundament kann eine Neue Kultur entstehen. Thomas Schneider, Artist, NewWork-Board Member und Kurator des NANK-Format auf dem Festival, skizziert und visualisiert in seinem Film zur Ars Electronica die Verbindung neuer Arbeit, neuer Wirtschaft, neuer Kultur.
NEW WORK SHOWCASE at Ars Electronica 2010. The video shows how the use of sustainable technology input, combined with new models of work organization can free people that feel that work just amputates their limbs, and how we can step towards a fundamental cultural change.

Mittwoch, 21. April 2010

Fluglos und wachstumssüchtig – 6 Tage, die uns zittern ließen

Die Flugzeuge blieben am Boden. Die Reisenden ebenfalls, auf Feldbetten oder im verlängerten Urlaub. Geschäftsmeetings funktionierten (fast so gut) online. Nur fast, weil die Flugverbindungen immer noch besser ausgebaut sind, als unsere Datenautobahnen stabil. Zuerst gibt weniger Blumen und exotische Früchte. Dann Börsengezwitscher und nervöse Airlines, während der unaussprechliche Vulkan weiter staubt. Nach vier Tagen wird es produktions- und Verkehrsminister-kritisch und die Erholung des Wachstums ist nun in Gefahr. Die Wolke gilt inzwischen empirisch als nachgewiesen und die Simulationen lagen nicht so falsch. Ob es wirklich gefährlich war, da sind nun die Meinungen nicht einvernehmlich. Und jetzt nach 6 Tagen wird wieder geflogen. Die Sehnsucht nach Normalität lässt Wirtschaftsfunktionäre und Experten vor Freude zittern und nach staatlicher Hilfe rufen. Nein, nach 6 Tagen relativer himmlischer Ruhe wirkt unser Land wie auf Entzug. Meinhard Miegel, konservativ und innovativ zu gleich, diagnostizierte Wachstumssucht. Die vergangenen, fluglosen Tagen zeigten, wie treffend Miegels Diagnose ist. Wenn jetzt der Verkehrsminister, ob seinem Krisenmanagement, gescholten wird – geht unter, dass Wirtschaft und Land bangten und zitterten, wie jene, die auf neue Lieferung warten. Was gilt es zu lernen? Die einen meinen, robuster Entscheiden, weil defensives Verhalten ein unakzeptables Risiko für Wachstum darstellt. Andere hoffen, dass die nächste Generation Triebwerke Vulkanasche verträgt und alles ist gut. Klüger schiene mir, einzugestehen, dass diese kleine Krise auf die wesentlichere Wachstums(sucht)-Krise zeigt und nur ein fader Vorgeschmack auf vielfältige, sich aufschaukelnde Krisen ist. Klug wäre es, nicht nur der Diagnose von Meinhard Miegels zu zustimmen, sondern sich auch mit seinen Handlungsvorschlägen auseinanderzusetzen. Mehr an Wohlstand kann auf jeden Fall nicht bedeuten, sich auch noch vor fluglosen Tagen fürchten zu müssen.

Sonntag, 22. November 2009

Sie werden mir fehlen! Deutsche Bücher in Google Books



Ich liebe Bücher. Ich liebe es, auf Deutsch zu lesen. Also sollte ich zu frieden sein, mit dem heroischen Sieg der Lobbyorganisationen deutscher Autoren, der Verlage und des Buchhandels. Google streicht die Segel – oder verzichtet auf Bücher aus Deutschland. Da ist „Licht und Schatten“ sprach Dr. Gottfried Honnefelder vom Börsenverein des deutschen Buchhandels. Da ist es sehr dunkel meine ich. Sie werden mir fehlen, die deutschsprachigen Bücher in Google Books. Gerade eben haben wir uns begeistert angewöhnt mittels der Buchsuche zu entdecken, was im unüberschaubaren Buchmarkt völlig dem Blick des einsamen Lesers entging. Mir wurden so Texte zugänglich, die es nicht mehr oder nur überteuert als Sammlerexemplare zu kaufen gibt. Aber viel wichtiger, ich habe Bücher gefunden, die ich nicht kannte, in keinem meiner Buchladen fand, deren Titel mich nicht motivierte, deren Autoren mir nichts sagten – und allein Google Books brachte sie mir nahe. So werden Bücher gekauft, die der Buchhandel gar nicht mehr vorstellt. So erreichen Verlage Umsätze, die sie ohne vernetzte Welt kaum realisierten. So gewinnen Autoren Namen und Bekanntheit, die im herkömmlichen Betrieb nie wahrgenommen werden.
Das Umfeld ändert sich, das Verhalten folgt und wer etabliert im Teich sitzt, freut sich nicht, Er sieht wie das Wasser abgelassen wird und leidet erstarrt am drohenden Verlust – und das solange, so fokussiert – bis eingetreten ist, was er befürchtet. Dabei vollzieht sich nicht der Untergang deutscher Buchkultur, sondern die Regeln werden neugerückt. Es trifft die großen und mittleren Verlage, Rechteinhaber und Handelsketten, (die bräuchten die nur etwas Fantasie und Mut zu erweiterten Geschäftsmodellen zu entwickeln). Das erklärt die starken und anachronistisch anmutenden Lobbykämpfe aus dieser Ecke. Die kleinen und speziellen Akteure sind durch dieses Spiel nicht in ihrer Existenz bedroht, sie leiden schon länger unter der Marktkonzentration und dem Blockbustergebahren der Handelsketten. Sie mussten schon länger kreative Lösungen bauen, Engagement und Dialog entfachen. Die Entwicklung und Struktur des offenen Netzes, der Druck auf die Rechtepraxis kann und wird sich aus meiner Sicht ein zentraler und wesentlicher Beitrag zum Erhalt und zur Entwicklung der deutschen Buchkultur werden. Wir wollen, wir brauchen die Vielfalt der kleinen Verlage, die Stimmen und Argumente der Autoren. Wir benötigen weniger die Kurzfristkalkulationen der Literatur- und Fachwissenskonzerne, sie sind mehr Verhinderer als Opfer. Die Google Buchsuche ist ein Beitrag in diese Richtung. Die jetzt getroffene Vereinbarung ist in diesem Sinne ein schlechtes Ergebnis und damit ein Rückschlag für die deutschsprachige Buchkultur.

Zitat: Gottfried Honnefelder: "Was ein Erfolg ist, ist die Tatsache, dass es für unser Rechtsempfinden unerträglich war, dass von Gerichts wegen in den Vereinigten Staaten darüber befunden wird, wie deutschsprachige Bücher urheberrechtlich behandelt werden. Das ist nun weg. Nur ein Erfolg im Sinne der Entwicklung, die mit diesem Google Settlement sich vollzieht, ist es natürlich nicht. Denn der Markt, den Google dort bedient, wird nun weitergehen, ohne dass er die europäischen Sprachen außer dem Englischen mit einschließt, und entwickelt sich einfach weiter. Man kann also daneben stehen nun und ist nicht mehr mit erfasst und fragt sich vielleicht zu Recht: Ist das nun gut oder ist das nicht gut?" (Quelle: dradio.de)

Dienstag, 30. Juni 2009

In a world of free, everyone can play!

Seth Godin bringt es im aktuellen Post auf den Punkt: In a world of free, everyone can play! Es ist ein Thema, dass ich in den letzten Wochen mit einer Reihe von AgenturChefs, Journalisten, Consultants und Trainer diskutiere - und kaum einer will es sehen und schon gar nicht akzeptieren. Augen zu und durch wird nicht viel helfen. Wir brauchen mehr konzeptionelle Intelligenz und kreative Lust. DMMK09: Auf dem Podium wichtige Vertreter der multimedialen Agentur- und Marketingwelt. Einer denkt laut in die Runde: “Konsequent gedacht brauchen uns unsere Kunden nicht mehr!”- Huhi! -Aber keine Panik! Das Podium klärt die Situation rasch und souverän: “Nein, ganz und gar falsch. Die brauchen uns jetzt noch mehr!” Motto: Falls es dunkler wird, singen wir etwas lauter! Seth sieht die Welt anders! Jeff Jarvis, Clay Shirky, Chris Anderson usw. sehen die Welt anders!

Jeff Jarvis erweitert die Perspektive - aktuell passend - in Googel on Googel.
Für sehr viele Menschen wird die Welt sehr viel anders. Einige singen lauter, bleiben sitzen und gewinnen dennoch. Ein paar Dinos überleben immer. Vielleicht ist das “Ding”, dass immer mehr gleichzeitig gilt.