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Samstag, 22. September 2012

Über das seltsame Klagen der Musik-Industrie, Verlage und eine Studie, die andere Zahlen zeigen



"For years now, the legacy entertainment industry has been predicting its own demise, claiming that the rise of technology, by enabling easy duplication and sharing -- and thus copyright infringement -- is destroying their bottom line. If left unchecked, they say, it is not only they that will suffer, but also the content creators, who will be deprived of a means to make a living. And, with artists lacking an incentive to create, no more art will be produced, starving our culture. While it seems obvious to many that this could not possibly be true, since creators and performers of artistic content existed long before the gatekeepers ever did, we've looked into the numbers to get an honest picture of the state of things. What we found is that not only is the sky not falling, as some would have us believe, but it appears that we're living through an incredible period of abundance and opportunity, with more people producing more content and more money being made than ever before. As it turns out... The Sky Is Rising!" (http://www.techdirt.com/skyisrising)

Samstag, 12. März 2011

Clay Shirky on managing net generation workers



In this interview, conducted at this year’s World Economic Forum, in Davos, Switzerland, Clay Shirky sits down with McKinsey’s director of publishing, Rik Kirkland, to explain the opportunities and constraints that net generation1 employees balance at work, as well as how managers can do a better job of understanding and retaining them. (McK Quarterly,March 2011)

Freitag, 19. November 2010

Stuttgarts Zukunft entscheidet sich nicht am Bahnhof

Heiner Geißler leistet großartige Arbeit, wie heute wieder zu erleben war.  Er hat mit seinem S21-Schlichtungsprozess die Diskussion um zeitgemässe Bürgerbeteiligung auf die Agenda gesetzt. Stuttgart 21 zeigt die Notwendigkeit auf, in unserer zunehmend komplizierten Welt neu über dieses Themen nachzudenken. Es ist essentiell, dass die Menschen über die Zukunft ihrer Stadt im Gespräch sind, sich streiten und in Dialogen nach Lösungen suchen. Stuttgart lernt diese neue Aufmerksamkeit und Anteilnahme gerade.
In der Sache Bahnknoten/Stuttgart 21 liegt aber eine nicht zu übersehende argumentative Hysterie. Stuttgart 21 wird deutlich überschätzt in seiner Bedeutung für die Zukunftsfähigkeit der Stadt. Ob der Tiefbahnhof und die Schnellbahnanbindung kommen oder nicht, entscheidet nicht die Zukunftsfähigkeit Stuttgarts. - Stuttgart im 21. Jahrhundert wird nicht an S21 scheitern, auch wenn manche die Dinge "5 vor 12" interpretieren.

Hier gilt es, sich den Realitäten zu stellen und weniger zu träumen. Die Bahn ist eine der zentralen Innovationen des 19. Jahrhunderts. Die Hochgeschwindigkeitsstrecken und freitragende Konstruktionen eine Erfindung des 20. Jahrhunderts . Die Kombination daraus zur entscheidenden Verkehrsinfrastruktur für das 21. Jahrhundert in der Region Stuttgart zu erklären, ist aber doch sehr gewagt.
Die Schlüsselinfrastruktur für die erste Hälfte des 21. Jahrhundert scheint doch eher im Bereich der Breitbandnetze und digitalen Leitungskapazitäten zu liegen, der leistungsfähigen Internetknoten und Hochleitungsrechnernetze. Entscheidender für Stuttgarts wirtschaftliche und kulturelle Zukunft als die Bahnhofsfrage sind  flächendeckende, niedrigschwellige Zugänge zu leistungsfähigen Breitbandnetzen. Die nächsten Internetgenerationen werden nur für jene realen Nutzen stiften, die hier Zugang haben.
In diesem Bereich schläft die Region, schläft die Stadt. VDSL ist nicht die Ausbaustufe, sondern der notwendige Einstieg. Das reale "Stuttgart 21" scheitert oder gewinnt anders, als die "5 vor 12 für Stuttgarts Zukunfts"-Vertreter vermuten.

Donnerstag, 16. September 2010

Öffentlichkeit, Transparenz und seltsame Schleifen

Jeff Jarvis neben Thilo Weichert war Gast der Grünen in Berlin zur Netzpolitischen Soirée am 10. Sept. 2010: Freiheit und Überwachung in der digitalen Welt. Eine Kombination mit unterschiedlichen Ansichten und einer unterhaltsamen Dynamik. Ein paar Zitate aus Jeffs Post über die Veranstaltung:
"Maybe the problem is the concept of the public and the idea of control over the public. Künast is talking about controlling ownership and use of what is public. Weichert’s talking about limiting what’s public in public; he gets mad at me mocking the German movement toward a “Verpixelungsrecht” — a right to be pixelated, even for buildings! Weichert says we should all default to private and I ask whether we should default to public. I think that publicness is defined by openness and a lack of restriction. When you diminish what’s public you take from us, the public. For we own what’s public."



"At the start of the evening, Künast says that “freedom can comprise anonymity.” Yes, but freedom also comprises publicness. Publicness may be our highest right of freedom — to stand up and say what we think and be who we are and join together and act without fear of oppression. Surely, that should resonate here. That is just the sort of balancing discussion we must have so people know they have a choice and protect that choice. We need to protect their right to be private. But we also must protect the rights of the public.
I challenge Künast — who, rumor has it, may next become the mayor of Berlin (she says nothing) — to make the city a model of openness, a monument to the public and I suggest that her party should call a conference to begin discussion of our rights. Just make it our discussion."



Jeff Jarvis ist ein wichtiger Anwalt für das offene Netz. Ich verdanke ihm viele klare Argumente und  die Idee für WWDG?-Sessions und es gut, wenn er zu Diskussion und Gesprächen nach Deutschland kommt. Wir haben noch einiges zu diskutieren, um den Wert und die Möglichkeiten eines offenen Netzes zu schätzen. Zur Zeit verbinden sich gegensätzliche Motive zu seltsamen Schleifen: Mit dem Argument, die Privatsphäre schützen zu wollen, wird versucht öffentlicher Nutzen wieder zu privatisieren, kreative Freiräume zu kontrollieren. Das freie Internet ist eine der relevantesten Innovationen der vergangenen hundert Jahre. Es hat mehr soziale und technische Innovationen befördert, mehr zur inter-kulturellen Kommunikation und zur Aus- und Fortbildung weltweit beigetragen als alle politischen Initiativen der vergangenen Jahrzehnte. Sicher, das Netz hat uns neue Plagen und Belästigungen, Sicherheitsrisiken und Unbequemlichkeiten eingebracht und wir müssen lernen damit umzugehen - aber das offen, vorwärts gewandt und nicht ängstlich, beschränkend und vorschreibend. Nicht alle die vorgeben uns schützen zu wollen, wollen uns schützen. Die positiven Effekte entstehen nur, wenn das Netz offen ist. Es ist gut, dass es öffentlich ist.