Dienstag, 31. Dezember 2013

Von Anwälten, Rechten und vielen Dingen, die nicht richtig sind

Es ist gut, dass es Anwälte gibt. Gut ist das, weil es andere Anwälte gibt, die Klienten pflegen und vertreten, die auf den ersten Blick recht zu haben scheinen. Das Recht Dritte zu mahnen, Schadensersatz zu fordern - auch da, wo gar kein Schaden auszumachen ist. Ein scheinbares Recht zu treiben und zu verbieten. Das ist nicht richtig - und oft ist es auch nicht rechtens, schaut man nur etwas genauer hin. Hier der bewusste und systematische Missbrauch einer einst mal klugen und richtigen Regel. Einer Regel, die, wie so oft, die Zeitläufte ad absurdum geführt haben. In Deutschland haben wir ein besonders seltsames Abmahnwesen dazu entwickelt mit ausgeprägter Angst Werte einzubüßen, die gar keine sind. Ungut sind aber nicht die Ängstlichen. Ungut sind die Schamlosen, die um die Wertlosigkeit ihrer scheinbaren Rechte wissen. Und dann doch versuchen diese mit aller Raffinesse durchzusetzen.  Es ist nicht Illegal, so zu handeln. Das stimmt. Aber der Nutzen für das Gemeinwohl und den kulturellen Fortschritt ist doch sehr begrenzt und wenig ehrenwert. Wer so zu agiert, schadet vor allem - uns allen. Sie sind es, die behindern. Entwicklung und Innovation, Initiative und Engagement verhindern. Es ist klug, da zu widersprechen. Klug, die Dinge gegen sie selbst zu wenden.

Deshalb engagiere ich mich für Open Educational Ressources (OER), für die Verbreitung der Creative Commons (CC) und Lawrence Lessigs Argumente und Beiträge. Deshalb haben wir für diese Themen im NWNC.Network ein permanente Task Force. Deshalb streiten wir mit den Schamlosen. Tun Sie das auch. Wenn Sie mögen, machen ein Hobby daraus.

Donnerstag, 8. August 2013

40 Jahre später: Frithjof Bergmanns Epistemology And SocialScience

Jetzt im Buchhandel + als E-Book

“Es ist Februar 1973. Es ist kalt. Ein Mann sitzt in der Küche. Er schreibt. Im Nebenraum liegt ein kleiner Junge. Das Baby schläft. Es sind die letzten Korrekturen, die der Mann einarbeitet. Es ist die fast finale Version des Essays. Ganz fertig und richtig? Kann sein! Möglich! Auf jeden Fall fein zur Veröffentlichung. Es regnet draußen. Es sollte schneien. Morgen reicht er ihn ein. Den Text. Der Mann geht in Nebenraum. Er setzt sich neben den schlafenden Jungen. Was wird? Was kann werden? Wie wird es kommen? August 2013.Frithjof Bergmanns Essay liegt vor uns. Epistemology And SocialScience. Endlich! Manche Texte scheinen Zeit zu brauchen oder den rechten Zeitpunkt. Der Text ist nun veröffentlicht als Büchlein. Und ja, auch als Ebook. Die vergangenen 40 Jahre haben die Welt des Publizieren neu erfunden. Ein Vorteil des langen Wartens. Auch viele Weltsichten änderten sich in der vergangenen Zeit. Heute sind es Neuro-wissenschaften und Verhaltensökonomie, die Frithjof Bergmanns Argumente stützen. So wirkt sein Text aktuell, obwohl er viele Jahre im Nebenzimmer ruhte. Wie es genau dazu kam? Wie er sich versteckte? Und welche Zufälle und Pläne ihn ins Rampenlicht zerrten? Das ist eine andere Geschichte. Eine Geschichte für einen anderen Platz.”

Von Flow_Zone als E-Book und via CreateSpace als Buch jetzt veröffentlicht.


 
  P.S. Lieber Frithjof, wir freuen uns, dass es nun wirklich wirklich wurde.

Donnerstag, 3. Januar 2013

Ein schöner Start!

Dan Piuk schrieb "Check out this amazing short film — about one man’s quest to make a city smile — which premiered today. If it doesn’t make your day, I’ll give you your money back. (Full disclosure: I know the filmmaker)." Ja, es ist ein guter Start ins neue Jahr. Thank you, Sophia!

Samstag, 22. September 2012

Über das seltsame Klagen der Musik-Industrie, Verlage und eine Studie, die andere Zahlen zeigen



"For years now, the legacy entertainment industry has been predicting its own demise, claiming that the rise of technology, by enabling easy duplication and sharing -- and thus copyright infringement -- is destroying their bottom line. If left unchecked, they say, it is not only they that will suffer, but also the content creators, who will be deprived of a means to make a living. And, with artists lacking an incentive to create, no more art will be produced, starving our culture. While it seems obvious to many that this could not possibly be true, since creators and performers of artistic content existed long before the gatekeepers ever did, we've looked into the numbers to get an honest picture of the state of things. What we found is that not only is the sky not falling, as some would have us believe, but it appears that we're living through an incredible period of abundance and opportunity, with more people producing more content and more money being made than ever before. As it turns out... The Sky Is Rising!" (http://www.techdirt.com/skyisrising)

Dienstag, 4. September 2012

No Excuses - oder etwas Recycling



Ende 90er des vergangenen Jahrhunderts haben wir mit den ImpulsKarten gestartet. Knappe Geschichten und Zitate als Interventionen in Change-Prozessen. Aufgemacht ähnlich den KartenSets aus Kindertagen. Damals mehr aus dem kreativen Moment entstanden, setzen wir heute viel daran solche und ähnliche Tools zu entwickeln. Wissenschaftlich fundiert, ausführlich getestet und klar: mit viel Freude am Tun. Die No Excuses-Serie war die erste Serie. Hier, jetzt eine kleine Auswahl als Slide-Version. Frisch gemixt.

Montag, 16. Juli 2012

Jonah Lehrer: The Origins of Creative Insight & Why You Need Grit



"The answer will only arrive after we stop looking for it," says bestselling author Jonah Lehrer. Examining recent research into what drives creative insights, Lehrer breaks down how and why we have "aha!" moments, using examples that range from Bob Dylan writing "Like A Rolling Stone" to a Tibetan monk's zen puzzle-solving powers. 

But insight isn't everything. Those who achieve great things in the long-term also have another important quality: Grit, a single-minded persistence that helps them keep their eye on the prize and pushing ever-forward even when the "aha!" moments aren't around.


Quelle: 
by Behance Team

Links:
http://the99percent.com

Montag, 21. Mai 2012

Ken Burns: What makes a great story?




What makes a great story? For legendary filmmaker Ken Burns, the answer is both complicated and personal. In this short documentary about the craft of storytelling, he explains his lifelong mission to wake the dead. Recently featured on The Atlantic. (theatlantic.com/video/archive/2012/05/ken-burns-on-story/257165/)
Directed by Tom Mason and Sarah Klein
Music by Ryan Sayward Whittier
Animation by Elliot Cowan

Sonntag, 19. Februar 2012

Solve for X

A forum to encourage and amplify technology-based moonshot thinking and teamwork. link link zu den Beiträgen

Freitag, 3. Februar 2012

Mittwoch, 25. Mai 2011

Arbeit - Untergang oder Aufstieg

Der Riesendruck, Arbeitsplätze zu schaffen, ist über-mächtig. Was wir also im ganz Besonderen brauchen ist eine Neue Wirtschaft, die diesen Wahnsinnsdruck, Arbeitsplätze zu schaffen, von Grund auf in einen weggewehten Rauch auflöst.

Samstag, 12. März 2011

Clay Shirky on managing net generation workers



In this interview, conducted at this year’s World Economic Forum, in Davos, Switzerland, Clay Shirky sits down with McKinsey’s director of publishing, Rik Kirkland, to explain the opportunities and constraints that net generation1 employees balance at work, as well as how managers can do a better job of understanding and retaining them. (McK Quarterly,March 2011)

Samstag, 12. Februar 2011

NEW WORK SHOWCASE

NANK FORMAT from thomas schneider on Vimeo.

Neue Arbeit Neue Kultur bei der Ars Electronica 2010.
Innovative Technologie gepaart mit einer neuen Arbeitsorganisation kann bewirken, dass wir bei der Arbeit unser ganzes Potential entfalten. Auf diesem Fundament kann eine Neue Kultur entstehen. Thomas Schneider, Artist, NewWork-Board Member und Kurator des NANK-Format auf dem Festival, skizziert und visualisiert in seinem Film zur Ars Electronica die Verbindung neuer Arbeit, neuer Wirtschaft, neuer Kultur.
NEW WORK SHOWCASE at Ars Electronica 2010. The video shows how the use of sustainable technology input, combined with new models of work organization can free people that feel that work just amputates their limbs, and how we can step towards a fundamental cultural change.

Dienstag, 8. Februar 2011

PINK Production -28.02.2011


Free website - curious minds

Stuttgart ist eine klassische Produktionsstadt – technisch, automobil und selbstverständlich. Daimler, Bosch, Mahle, Porsche sind nur ein paar der vielen Firmen rund um Stuttgart, die als prototypische Produktionsunternehmen gelten können. Produktion, als ein Prozess verstanden, bei dem verschiedene Eingangsmaterialien in ein Ausgangsprodukt transformiert werden, prägte den wirtschaftlichen Aufschwung der Region rund um Stuttgart – und droht jetzt sein Verhängnis zu werden. Wir ahnen es, können es aber noch nicht fassen. Die Konsequenzen sind unvorstellbar (man denke an die Situation der Phonoindustrie vor ein paar Jahren). Längst haben sich die größten Wachstumsmärkte nach Fernost verschoben und komplexe Entwicklungs- und Designprozesse ins Internet. (...mehr)
Und was bedeutet das für die Menschen, die hier leben? Seit 2008 setzt sich der Stuttgart Salon diese Frage zum Thema, überzeugt, dass kluge Gespräche Menschen motivieren, Ideen und Engagement zu verbinden. Der Stuttgart Salon ist eine Initiative, ein Engagement und ein Format von curious minds und zeigt, wie Lernen stattfinden kann.

Montag, 10. Januar 2011

TED_Impuls: 3 stories of local eco-entrepreneurship by Majora Carter

The future of green is local -- and entrepreneurial. At TEDxMidwest, Majora Carter brings us the stories of three people who are saving their own communities while saving the planet. Call it "hometown security."
Majora Carter redefined the field of environmental equality, starting in the South Bronx at the turn of the century. Now she is leading the local economic development movement across the USA. Full bio and more links

Dienstag, 28. Dezember 2010

Martin Ping: Transforming Society Begins With Transforming Yourself

All actions originate with a picture in your mind. In this reflective talk, Hawthorne Valley director Martin Ping — a pioneer of the sustainable farming movement — speaks about the crucial role of imagination in achieving our goals. As Ping puts it, "Having an authentic inner vision of what you want to achieve is essential to bringing it forth." (http://the99percent.com)

Freitag, 19. November 2010

Stuttgarts Zukunft entscheidet sich nicht am Bahnhof

Heiner Geißler leistet großartige Arbeit, wie heute wieder zu erleben war.  Er hat mit seinem S21-Schlichtungsprozess die Diskussion um zeitgemässe Bürgerbeteiligung auf die Agenda gesetzt. Stuttgart 21 zeigt die Notwendigkeit auf, in unserer zunehmend komplizierten Welt neu über dieses Themen nachzudenken. Es ist essentiell, dass die Menschen über die Zukunft ihrer Stadt im Gespräch sind, sich streiten und in Dialogen nach Lösungen suchen. Stuttgart lernt diese neue Aufmerksamkeit und Anteilnahme gerade.
In der Sache Bahnknoten/Stuttgart 21 liegt aber eine nicht zu übersehende argumentative Hysterie. Stuttgart 21 wird deutlich überschätzt in seiner Bedeutung für die Zukunftsfähigkeit der Stadt. Ob der Tiefbahnhof und die Schnellbahnanbindung kommen oder nicht, entscheidet nicht die Zukunftsfähigkeit Stuttgarts. - Stuttgart im 21. Jahrhundert wird nicht an S21 scheitern, auch wenn manche die Dinge "5 vor 12" interpretieren.

Hier gilt es, sich den Realitäten zu stellen und weniger zu träumen. Die Bahn ist eine der zentralen Innovationen des 19. Jahrhunderts. Die Hochgeschwindigkeitsstrecken und freitragende Konstruktionen eine Erfindung des 20. Jahrhunderts . Die Kombination daraus zur entscheidenden Verkehrsinfrastruktur für das 21. Jahrhundert in der Region Stuttgart zu erklären, ist aber doch sehr gewagt.
Die Schlüsselinfrastruktur für die erste Hälfte des 21. Jahrhundert scheint doch eher im Bereich der Breitbandnetze und digitalen Leitungskapazitäten zu liegen, der leistungsfähigen Internetknoten und Hochleitungsrechnernetze. Entscheidender für Stuttgarts wirtschaftliche und kulturelle Zukunft als die Bahnhofsfrage sind  flächendeckende, niedrigschwellige Zugänge zu leistungsfähigen Breitbandnetzen. Die nächsten Internetgenerationen werden nur für jene realen Nutzen stiften, die hier Zugang haben.
In diesem Bereich schläft die Region, schläft die Stadt. VDSL ist nicht die Ausbaustufe, sondern der notwendige Einstieg. Das reale "Stuttgart 21" scheitert oder gewinnt anders, als die "5 vor 12 für Stuttgarts Zukunfts"-Vertreter vermuten.